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 Zeittafel zur Geschichte von Spiesen-Elversberg

 1195  

Graf Ludewich von Sarwerde schenkt dem Kloster Wadgassen zu seinem Seelenheil eine Hufe bei Spizze. Erste urkundliche Erwähnung Spiesens.
 1197

 Papst Cölestin III. bestätigt dem Kloster Wadgassen seine Rechte an einem Mansus
 bei Spize und alle Güter in Sizwilre.

 1286 Erstmals Erwähnung der Kirche zu Spizzen. Vertrag Neumünster mit Ritter Friedrich von Stein über das Pfarrbesetzungsrecht
 1295  Dieser Ritter und seine Frau verkaufen ihre Eigentümer in Spizzen an das Kloster
 Wadgassen.
 1307

 Beilegung eines Streites zwischen Ritter Joffried von Saarbrücken und dem Kloster
 Wadgassen einerseits und dem Kloster Neumünster andererseits über das Patronats-
 recht der Kirche (ecclesie de Spissa).

 1331  Beilegung eines Streites zwischen Wadgassen und den Brüdern Joffried und Reinhold
 von Saarbrücken über Besitzverhältnisse in Spiesen.
 1345  Joffried von Saarbrücken und Frau Sophie tragen dem Erzbischof Balduin von Trier
 ihr Eigengut in Spiesen zu Lehen auf.
 1348-
  1352
 Der "Schwarze Tod" wütet; große Pestepidemie.
 1350

 Joffried überträgt sein Viertel am Patronat der Kirche zu Spiesen auf ewig an das
 Kloster Wadgassen.

 1357  Joffried verkauft seinen Teil an Spiesen ohne Wissen des beschöflichen Lehnsherrn
 an Graf Walram von Zweibrücken für loo schwere Gulden.
 1366  Eberhard, Graf von Zweibrücken, übergibt diesen Teil Joffrieds zu seinem Seelenheil
 an das Kloster Wadgassen. Erst 1419 gibt Erzbischof Otto von Trier hierzu seine
 lehnsherrliche Zustimmung.
 1377

 Mechthilde von Spiesen (Metza) übergibt sich und ihre Eigentümer in Spiesen zu
 ihrem Seelenheil Gott und dem Kloster Neumünster. (Wadgassen besitzt nun 3/4
 und Neumünster 1/4 aller Güter und Rechte).

 1454

 Kriegsknechte des "Schwarzen Horzogs" Ludwig I. von Zweibrücken überfallen
 Spiesen, plündern es aus und treiben alles Vieh fort.

 1500,
 1526,
 1538,
 Jahrgedinge, gehalten zu Spiesen unter der Linden.
 Weistümer und Schöffen zu Spiesen. Grenzbegehung oder -ritt.
 1538  Neubau einer Mühle auf Spiesener Gemarkung (Spiesermühle)

 1549-
  1573

 Grenzstreit mit Rohrbach an Bottenberg, Eulenbronnen (der heutige Lindenbrunnen)  
 und Spieser Mühle
 1574-
  1593
 Graf Albrecht von Ottweiler. Einführung der Reformation. Säkularisation des Klosters
 Neumünster (1576) und Einziehung seiner Güter in Spiesen.
 Beginnende Konflikte mit Wadgassen.
 1586  Prozeß Graf Albrecht gegen Pfalzgraf Johann, Herzog zu Zweibrücken vor dem 
 Reichskammergericht in Speyer wegen Überfall und Ausplünderung Spiesens durch
 500 Kriegsknechte.
 1592  Graf Albrecht von Ottweiler hebt die Kath. Pfarrei Spiesen auf.
 1605  Die kath. Kirche in Spiesen wird von Amts wegen geschlossen
 1618  Beginn des Dreißigjährigen Krieges

 1625-
 1634

 Einquartierungen, Kontributionen, Pest, Hunger, Krieg
 1631  Schwedische Besatzung. Flucht der wadgassischen Mönche nach Trier. 
 Graf Wilhelm Ludwig von Ottweiler annektiert die wadgassische Besitzungen in
 Spiesen.
 1631  Spiesen endgültig im Besitz der Grafen von Ottweiler
 1634  Beginn des 150-jährigen Grenzstreites mit St. Ingbert
 1635  25. Juli. Kaiserliche Kriegsvölker (Kroaten) brandschatzen und zerstören Dorf und
 Kirche fast restlos.Im Dezember noch 1 Haushaltung.
 1637  Hungersnot und Pest
 1648  Ende des Dreißigjährigen Krieges
 1677  Kriegsscharen Ludwigs XIV von Frankreich vernichten erste Anfänge einer Wieder-
 besiedlung in Spiesen. Siedler werden vertrieben. 
 1687  Endgültiger Beginn der Wiederbesiedlung. 
 Wadgassen setzt sich wieder in den Besitz seiner Güter und Rechte in Spiesen,
 verliert aber 1691 vor dem Präsidialgericht in Saarlouis Prozeß gegen Graf Friedrich
 Ludwig von Ottweiler
 1697  Frieden von Rijswijk: Frankreich muss die "reunierten" Gebiete wieder
 zurückgeben
 1705  Die Katholiken Spiesens gehören zur Pfarrei St. Ingbert
 1739  Grenzvertrag zwischen den Grafen von Ottweiler und dem Fürsten von den Leyen
 über die Grenze zwischen Spiesen und St. Ingbert
 1744  Grenzregulierung zwischen Spiesen und St. Ingbert
 1771  Grenz-, Bann- und Häuserbeschreibung. Neuvermessung.
 1789  Französische Revolution
 1793  Durchmarsch französischer Revolutionstruppen. Errichtung Freiheitsbaum.
 Flucht des Fürsten von Nassau-Saarbrücken
 1794

 Kämpfe in und um Spiesen. Siegreicher Vormarsch Blüchers mit seinen Husaren 
 jedoch bald wieder Rückverlegung der Fronten. Saargebiet französisch

 1800  Neubau der kath. Kirche St. Ludwig. 1803 Pfarrhaus

 1813

 Neubau der Spieser Mühle
 1815

 Wiener Kongreß. Neuordnung der staatlichen Verhältnisse. Spiesen wird
 preussich, gehört fortan zum neugebildeten Kreis Ottweiler und zur Bürgermeisterei
 Neunkirchen.

 1821  Durch die Bulle des Papstes Pius VII. "De salute animarum" kommt Spiesen
 endgültig zum Bistum Trier.
 1847  Der Heinitzstollen wird angehauen.
 1868  Bildung einer ev. Gemeinde Elversberg-Spiesen. Die Vereinigung der Lutheraner
 und Reformierten zu einer ev. Kirche war bereits 1817 erfolgt.
 1872  Durch Kabinettsorder König Wilhelms I. wird aus gleichgroßen Bannteilen der
 Gemeinden Neunkirchen und Spiesen eine neue Gemeinde unter dem Namen
 "Elversberg" gebildet.
 1902  Bau des Gaswerks (Gasverband Spiesen-Elversberg)
 1922  Spiesen und Elversberg scheiden aus dem Bürgermeistereiverband Neunkirchen
 aus und bilden eigene Bürgermeisterei (Amt). 
 1925-
  1926
 Bau der Straßenbahnlinie Saarbrücken-Spiesen.
 Elektrische Stromversorgung der Gemeinde.
 1927  Bau der Straßenbahnlinie Neunkirchen - Spiesen
 1942  Nach seiner Stilllegung geht das Friedrichsthaler Wasserwerk mit allen Bohrungen 
 und Rechten in den Besitz der Saargruben über und wird demontiert.
 1963  1. Januar. Das Amt Spiesen-Elversberg wird aufgelöst. Trennung der beiden
 Verwaltungen
 1967  Heinrich Kohler (CDU) wird zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt.
 1969  Beginn des Rathausbaues in der Ortsmitte von Spiesen.
 1974  1. Januar. Durch Gebiets- und Verwaltungsreform, Zusammenlegung der beiden
 Ortsteile Spiesen und Elversberg zur Großgemeinde Spiesen-Elversberg
 1976  Verleihung des neuen Gemeindewappens und der Gemeindefarben durch den
 Innenminister
 1984  Friedhelm Pfeifer (CDU) wird Bürgermeister
 1994

 Karl-Friedrich Kausch (SPD) wird Bürgermeister

 2004

 Erste Direktwahl des Bürgermeisters. Reiner Pirrung (CDU) wird mit 58,9 % der
 Stimmen 
zum Bürgermeister gewählt.