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Die Kaiserlinde ist Geschichte


Anscheinend wusste es die Sängerin Alexandra schon viele Jahre im Voraus, als sie sang: „Mein Freund der Baum ist tot, er fiel im frühen Morgenrot". Die berühmte Kaiserlinde am Verkehrskreisel in Elversberg steht nicht mehr, sie ist Opfer des Sturmtiefs Niklas geworden. Zwar kein Morgenrot, aber tatsächlich in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages kippte sie um und zerbeulte ein in der Nähe stehendes Fahrzeug eines Gemeindebauhofmitarbeiters. Die Baumfachleute von dort waren es schließlich, die den imposanten Baum, der knapp neunzig Jahre auf dem Buckel hatte, in seine transportfähigen Einzelteile zerlegten. Vorher hatte die Elversberger Feuerwehr, die als erste vor Ort war, die Linde mit Schneidwerkzeug von der Straße geräumt. Bürgermeister Reiner Pirrung beklagte am Ort des Geschehens den Verlust eines Elversberger Wahrzeichens: „Es macht mich traurig, unser Naturdenkmal in Zukunft zu missen. Allerdings waren wir froh, dass die Kaiserlinde im Jahr 2004 die in unmittelbarer Nähe durchgeführten umfangreichen Bauarbeiten für den Verkehrskreisel schadlos überstanden hat und wir ein Jahrzehnt länger an ihr hatten." Schon damals reifte die Idee für Ersatz zu sorgen. Zusammen mit Ortsvorsteher Lothar Engelbreth und Gemeindegärtnermeister Hans Günter Eisenhut pflanzte der Verwaltungschef im Frühjahr 2008 eine „Tilla europaea Pallida", so die lateinische Bezeichnung für Kaiserlinde. Sie gedeiht prächtig, wusste Pirrung, und meinte, sie sei alleine schon wegen des nahegelegenen „Stadions an der Kaiserlinde", das uns überregional bekannt macht, unentbehrlich. Denn rund um die Kaiserlinde wurde schon immer Fußball gespielt.